Große Resonanz zur Fachtagung: „Das Ende der Wohnungslosigkeit 2030 – Umsetzbares Ziel oder Illusion?“

Am 31. August fand in der DGUV Akademie Dresden die Fachtagung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen zum Thema Wohnungsnotfallhilfe statt.

Frau Dr. Jandová referiert zum Thema Arrbeitsbedingungen

Mit mehr als 100 Anmeldungen erzielte die Veranstaltung große Resonanz mit einem breiten Feld an Interessierten, Fachkräften der Wohnungsnotfallhilfe, Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, Wohnungswirtschaft sowie öffentlichen und freien Trägern.

Die Veranstaltung

Die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping begrüßte die Gäste in einer Videobotschaft. Inputs gab es zu den Themen der Vermeidung von Wohnungsverlusten, dem sozialen Wohnen, den Arbeitsbedingungen in den Beratungsstellen der Wohnungsnotfallhilfe und Erfahrungen aus der Praxis beim Zugang zu Wohnraum. Einen zentralen Schwerpunkt nahm die Arbeit in fünf themenbezogenen Arbeitsgruppen ein, die am Ende der Veranstaltung ihre Ergebnisse in einer interaktiven Kaffeepause vorstellten. Dabei wurde deutlich: Damit das Ziel der Überwindung der Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 umgesetzt werden kann, bedarf es eines breit angelegten Maßnahmepaketes. Schwerpunkte müssen die Erschließung und Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums sein, zudem müssen Hilfeangebote nach §§ 67 ff. SGB XII flächendeckend zur Verfügung gestellt werden – dies ist in Sachsen in mehreren Regionen noch nicht der Fall. Es ist alles daran zu setzen, bereits durch präventive Maßnahmen den Wohnungsverlust zu verhindern: Denn wer einmal seine Wohnung verloren hat, hat es ungleich schwerer auf dem Wohnungsmarkt. Damit einhergehend müssen Maßnahmen zur Beratung und Unterstützung wohnungsloser Menschen mit der gesetzlich gebotenen Niedrigschwelligkeit getroffen werden. Für die Ausgestaltung und Evaluation wirksamer Maßnahmen ist eine verbesserte Datenlage zur Situation wohnungsloser Menschen unerlässlich. Damit jeder sein Menschenrecht auf eine angemessene, menschenwürdige und bezahlbare Wohnung einlösen kann, muss Wohnen auch in Sachsen als sozialpolitische Aufgabe verstanden, angenommen und gestaltet werden!

„Wie wichtig die Themen Wohnraum und Wohnungsverluste in unserer Gesellschaft sind, zeigt die große Resonanz auf dieser Fachtagung“, betont dazu Matthias Mitzscherlich als Vertreter der Liga Sachsen und Direktor des Caritasverbandes für das Bistum Dresden Meißen: „Das Themenspektrum ist dabei komplex und geht von rechtlichen und sozialen Fragen über Leistungen bis hin zu Fragen nach Wohnungsnotfallhilfe bei Seniorinnen und Senioren. Alle Themen haben aber einen gemeinsamen Kern: Wohnen ist ein Menschenrecht und Wohnraum muss allen Menschen in menschenwürdiger Form zur Verfügung gestellt werden.“

Die Dokumentation der Veranstaltung wird in Kürze auf der Liga-Homepage zur Verfügung gestellt: https://liga-sachsen.de/

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