Starterbox „Was ist verbale und körperliche Gewalt? – Kein Täter sein!“ der Fachstelle KogGE
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Die Starterbox „Was ist verbale und körperliche Gewalt? – Kein Täter sein!“ der Fachstelle KogGE bietet praxisnahe Materialien, um das Thema Gewalt gemeinsam und verständlich zu bearbeiten. In vier Modulen setzen sich die Teilnehmenden mit verbaler und körperlicher Gewalt, möglichen Ursachen und Folgen sowie den eigenen Gefühlen und Verhaltensweisen auseinander. Gemeinsam werden außerdem Wege entwickelt, mit Wut und schwierigen Situationen ohne Gewalt umzugehen.
Hier können Sie die Materialien und Anleitungen der Starterbox herunterladen und für die Arbeit in Ihrer Einrichtung nutzen.
Wir empfehlen Ihnen, die Materialien auf dickes Papier zu drucken um eine Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten.
Modul 1: Was ist körperliche und verbale Gewalt? Und was habe ich selber schon gemacht?
Was ist körperliche und verbale Gewalt? – Gewalt erkennen
Die Gruppe sammelt Beispiele für die Frage „Was ist körperliche und verbale Gewalt?“ Die Beispiele im Download sind Anregungen und Muster hierfür. Diskutieren und hinterfragen Sie auch gern Beispiele, die keine Gewalt darstellen, und hängen Sie diese an z.B. die rechte Seite der Pinnwand.
Selbstreflexion: Habe ich das selbst schon gemacht?
Die Teilnehmenden schauen sich die sortierten Beispiele noch einmal an. Sie überlegen für sich: Habe ich das selbst schon einmal gemacht? Mit beispielsweise Klebepunkten können sie markieren, was zutrifft. Machen Sie zu Beginn klar, dass es keine Konsequenzen und keine Bewertung gibt. Es geht nur darum, ehrlich auf sich selbst zu schauen und wahrzunehmen: Gewalt passiert schnell und allen.
Geben Sie zur Ermutigung ein oder zwei Beispiele an, welche Sie schon getan haben.
Modul 2: Ursachen und Folgen von Gewalt
Über Ursachen sprechen
Die Gruppe spricht darüber, warum Gewalthandlungen passieren und welche Gefühle dabei entstehen können (Auslöser). Nicht alle Teilnehmenden kennen die Namen von Gefühlen oder können leicht darüber sprechen. Nehmen Sie sich deshalb Zeit, Gefühle zu erklären und gemeinsam zu benennen. Nutzen Sie bei Bedarf die Gefühlskarten aus Modul 3.
Über Folgen sprechen
Sprechen Sie anschließend über mögliche Folgen für alle beteiligten Personen. Menschen, die Gewalt erfahren aber auch Menschen, die Gewalt ausüben.
Zum Beispiel: Angst, Ärger, Schuldgefühle oder Ausgrenzung, Freunde/Familie verlieren.
Modul 3: Gefühle abhängig von der Situation
Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen Gefühlen in konkreten Alltagssituationen auseinander.
Sie ordnen Gefühle zu, tauschen sich darüber aus und reflektieren den Zusammenhang zwischen Gefühlen, Gewalt und Grenzverletzungen.
Nutzen Sie gern verschiedenfarbige Spielfiguren.
Modul 4: Gewaltfreie Wege als Regelwerk sammeln
Die Gruppe sammelt Wege mit Wut umzugehen oder was man machen kann, wenn man merkt, dass man wütend wird. Besprechen Sie in der Gruppe, wie man Wut merkt (inneres Brodeln, Herzrasen, Fäuste ballen etc.). Fragen Sie jeden einzelnen Teilnehmer, was die persönlichen Strategien sind, mit (ansteigender) Wut umzugehen.
Es können auch 2 Piktogramme aus Modul 1 hier in Modul 4 verwendet werden.
Tipps für die Praxis
- Kleine Gruppen haben eine größere Wirkung. Sie können individuell auf die Teilnehmenden eingehen, wir empfehlen maximal 10 Teilnehmende
- Pausen sind wichtig
- Ruhiger Raum und Platz, jetzt ist die Zeit der Teilnehmenden. Das heißt, sie sollten nicht gestört werden, wie z.B. im Speisesaal. Leichte Sprache nutzen, damit alle folgen können. Sollte ein Teilnehmer ein schweres Wort nutzen, fragen Sie direkt nach einer Erläuterung für die Gruppe. Mit Bild Material arbeiten.
Die vollständige Anleitung zum Ausdrucken.
Zögern Sie nicht, sich bei Fragen, für Unterstützung oder einen Austausch zu den Methoden oder dem durchgeführten Workshop jederzeit bei uns zu melden.
Viel Spaß beim Umsetzen, wünscht Ihre Fachstelle KogGE!







