Bisher trafen viele Freiwillige ihre Gruppe und die Koordinator zum ersten Mal beim mehrtägigen Einführungsseminar in Pirna. Für einige bedeutete das: direkt mit unbekannten Menschen mehrere Tage unterwegs sein und übernachten.
„Uns war wichtig, dass sich die Freiwilligen vorher schon einmal gesehen haben und wissen, mit wem sie später ins Seminar fahren“, sagt Johanna Mersiovsky, Koordinatorin Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD).
Deshalb gibt es im Jugendfreiwilligendienst der AWO Sachsen jetzt einen Willkommenstag vor dem Einführungsseminar.
Erst kennenlernen, dann gemeinsam ins Seminar
Beim Willkommenstag lernen die Freiwilligen ihre Koordinator:in und andere Teilnehmende kennen. Sie können erste Kontakte knüpfen, Personen aus ihrer Region finden und sich über die bevorstehende Seminarfahrt austauschen.
Auch Unsicherheiten können früher angesprochen werden. Die Koordinatorinnen bekommen dadurch schneller mit, wenn jemand Fragen oder Sorgen rund um das Übernachtungsseminar hat.
„Die Freiwilligen sollen neugierig auf die Seminare werden, Lust auf das gemeinsame Jahr bekommen und sich von Anfang an etwas besser orientiert fühlen“, beschreibt Sophie Subatzus, Koordinatorin FSJ und BFD.
Mehr Zeit für die Gruppe
Ein weiterer Grund für das neue Format: Organisatorische Fragen können bereits vor dem Einführungsseminar geklärt werden. Dadurch bleibt während der Seminarwoche mehr Zeit für die Gruppe, den Austausch untereinander und die ersten Erfahrungen aus den Einsatzstellen.
Das ist auch deshalb wichtig, weil nicht alle Freiwilligen gleichzeitig starten. Zwischen dem ersten Tag in der Einsatzstelle und dem Einführungsseminar können mehrere Wochen liegen.
Mit Erfahrungen aus dem vorherigen Jahrgang entwickelt
Bei der Planung des Willkommenstags wurden die Gruppensprecher des vorherigen Jahrgangs einbezogen.
Gemeinsam mit den Koordinatorinnen haben sie sortiert, welche Informationen neue Freiwillige bereits vor dem Einführungsseminar brauchen und welche Themen besser in die Seminarwoche gehören. Eigene Vorschläge konnten sie ebenfalls ergänzen.
So ist ein neues Format entstanden, das den Einstieg in den Jugendfreiwilligendienst anders strukturiert: erst kennenlernen und orientieren, danach gemeinsam ins Einführungsseminar starten.





