Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Freiwillige über 27 sind Seminartage verbindlich. Pro Einsatzmonat ist ein Seminartag vorgesehen, bei zwölf Monaten Dienst sind es also zwölf. Einführungs- und Abschlussseminar sind für alle Pflicht, die übrigen Tage können monatlich oder gebündelt absolviert werden. Im Freiwilligendienst aller Generationen (FdaG) gibt es keine solche Verpflichtung, die Seminarangebote stehen den Freiwilligen aber ebenfalls offen.
Die AWO bietet monatlich ein- oder mehrtägige Fachseminare an, etwa zu Politik, Gesundheit, Arbeitsfeldern oder kreativer Gestaltung. Auch hausinterne Fortbildungen und externe Kurse wie ein Erste-Hilfe-Kurs können anerkannt werden. Sechs Unterrichtseinheiten à 45 Minuten ergeben dabei einen Seminartag. Vorab ist eine Rücksprache mit der zuständigen Koordinatorin nötig.
Die Seminarbox
Eine besondere Form des Seminartags ist die Seminarbox. Sie wird am Ende des Vormonats per Post an die Freiwilligen verschickt. Im folgenden Monat wird sie in der Einrichtung oder zu Hause ausprobiert, die Zeit dafür gilt als Arbeitszeit. Besonders geeignet ist die Box für einen gemeinsamen Projekttag mit den Menschen, die in der Einsatzstelle betreut werden, etwa Kindern, Jugendlichen, Senior*innen oder Menschen mit Behinderung. Die Freiwilligen erproben sich so im Umgang mit anderen und lernen Neues. Abgeschlossen wird die Box mit einer gemeinsamen Online-Auswertung per Zoom, deren Besuch Voraussetzung für die Anerkennung des Seminartags ist.
Im Sommer drehte sich die Box ums Brot: Die Freiwilligen backten zwei Sorten und stellten eine Grillbutter her. Im Herbst steht sie unter dem Motto „Mit allen Sinnen”. Sie enthält Informationen zum Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten sowie Rezepte und Experimente für die Umsetzung vor Ort. Da einige Experimente mehrere Personen erfordern, ist die Box nicht für den Einzelgebrauch gedacht.





