Wohlfahrtsverbände fordern zentralen Testbeschaffung

Die regelmäßige Testung des gesamten - auch geimpften und genesenen - Personals sowie der Kinder im Verdachtsfall muss sichergestellt sein!

Ein Fahrradhelm, Taschen und Jacken hängen an einer Garderobe

Die Kindertageseinrichtungen in Sachsen stehen mit dem Rücken zur Wand. Seit Wochen arbeiten die Mitarbeitenden der Kitas am Limit und setzen trotz hohen Krankenstands die Bestimmungen zum eingeschränkten Regelbetrieb und erforderlichen Hygienemaßnahmen gewissenhaft um. Dennoch sind die Inzidenzwerte bei Kindern unvermindert hoch und der Vormarsch der Omikron-Variante sowie die Tatsache, dass fast alle Kinder im Kita-Alter ungeimpft sind, lässt hier einen weiteren starken Anstieg befürchten.

Völlig unzureichend sind auch die Testmöglichkeiten für Kinder. Aktuell geht bei einem positiven Testergebnis lediglich das positiv getestete Kind in Quarantäne. Umso wichtiger wäre es, alle Kinder durchzutesten, mit denen das infizierte Kind in Kontakt war – also die gesamte Gruppe bzw. der entsprechende Bereich innerhalb der Kita. Durch die knappen und teuren Testkapazitäten ist dies momentan jedoch nur im Einzelfall möglich. Ganz anders die Situation in den Schulen, in denen die Schnelltests dreimal die Woche unabhängig vom Infektionsgeschehen in den Klassen zur Verfügung gestellt werden.

Die Liga Sachsen appelliert nachdrücklich an die Politik, in den Kitas schnellstmöglich gegenzusteuern, um eine kontinuierliche Testung von Personal und Kindern sicherzustellen. Testen schützt Personal und Kinder und hilft wesentlich, die Pandemie einzudämmen! Zumal die AHA Regeln – Maske tragen, Abstand halten – in Kindertageseinrichtungen nicht eingehalten werden können. Die zentrale Testbeschaffung durch den Freistaat muss wieder eingeführt werden, da dies sowohl Kosten spart, als auch die Verfügbarkeit gewährleistet. Zudem müssen die Rückerstattung der schon entstandenen Testkosten unbürokratisch gelöst und ausreichend Testmöglichkeiten auch für unsere Kinder zur Verfügung gestellt werden. Spätestens mit Ende der Weihnachtsferien sollten die aktuellen Bestimmungen so angepasst sein, dass eine regelmäßige Testung des gesamten – auch geimpften und genesenen – Personals sowie der Kinder im Verdachtsfall einer Infektion sichergestellt werden kann.

Zur Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen gehören der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen, der Caritasverband für die Diözese Görlitz, das Diakonische Werk Sachsen, der Deutsche Rote Kreuz Landesverband Sachsen, der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen und der Landesverband der jüdischen Gemeinden in Sachsen.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen beschäftigen insgesamt mehr als 100.000 Mitarbeitenden. Der Liga-Vorsitz wechselt alle zwei Jahre und liegt 2020/21 in der Hand des Paritätischen Sachsen.

 

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