Mut-mach-Aktionen in den Schulen der AWO Weißeritzkreis

Kleine Aktionen mit großer Wirkung - Ein Beitrag, gut mit sich selbst und mit anderen umzugehen

Viele bunte Lose und zwei offene Zettel der Mut-to-Go-Aktion

Haltung zeigen, Respekt haben, Verständnis aufbringen – Voraussetzung für demokratisches Denken und Handeln. Werte, die nicht selbstverständlich da sind, sondern bei Kindern und Jugendlichen vor allem durch Vorleben und Erleben gestaltet werden. Schulsozialarbeit tritt hier als professionelles Arbeitsfeld in den Fokus, dass diese Werte im Schulalltag noch mehr gelebt und erlebt werden können. Dabei stehen meist große Projekte im Vordergrund. Doch oft tun es auch die kleinen Aktionen, die nicht viel Geld und nur etwas Zeit zur Vorbereitung kosten, dass eine angenehme Atmosphäre und eine positive Grundhaltung anderen gegenüber erlebt werden kann.

Wie kann ich möglichst viele Schüler*innen unkompliziert, quasi »im Vorbeigehen «, erreichen, um sie zu bestärken? Das war der Ursprungsgedanke der Schulsozialarbeiterin der Oberschule am Pfortenberg in Dippoldiswalde. Daraus entwickelte sie zwei kleine, aber wirksame Aktionen: »Mut to go« und »Komplimente to go«.

»Mut to go«

Ziel der Mut-to-go-Aktion war es, den Schüler*innen einen positiven Moment zu schaffen, vielleicht einen guten Gedanken, eine Inspiration mitzugeben, sie zu bestärken. Vorstellen kann man sich das Ganze als ein Potpourri bunter Glückslose wie auf dem Jahrmarkt. Angekündigt wurde die Aktion vorab über eine Mitteilung im digitalen Schülerportal LernSax. Mit einem Hinweisschild im Treppenhaus und einigen bunten Luftballons wurden die Schüler*innen schon beim Reinkommen vom Schulhof neugierig gemacht. Aus der Schüssel mit den bunten Losen konnten sich die Heranwachsenden einen Spruch ziehen. Auch einige Lehrer*innen ließen es sich nicht nehmen, sich einen Spruch für den Tag zu holen.

»Kompliment to go«

Komplimente-to-go – Wie funktioniert das? Vorbild waren die »Ich suche …«- oder »Ich biete …«-Abreißzettel. Statt Telefonnummern wurden auf die kleinen Abreißlaschen jedoch Komplimente geschrieben, z.B. »Du bist ein toller Freund!«, »Wenn du lachst, geht die Sonne auf« usw. Die Zettel wurden im Schulhaus an Pinnwänden und an Türen verteilt angebracht und als »Lehrer-Version« sogar im Lehrerzimmer. Die Schüler*innen konnten ein Kompliment abnehmen und an eine Person ihrer Wahl verschenken. Die Komplimente waren im Nu leer und es musste Nachschub gedruckt werden.

Gute Ideen wirken noch besser in der Breite. Mittlerweile sind die Aktionen auch an den anderen Schulstandorten des AWO Weißeritzkreis e. V. gelaufen. Am Weißeritzgymnasium erfreuten sich die Schüler*innen der Klassen 5 bis 7 zum Wiedereinstieg nach dem zweiten Lockdown an den Mut-to-go-Sprüchen. An der Wilhelmine-Reichard-Schule Freital – Schule zur Lernförderung kam die Komplimente-Aktion so gut an, dass einzelne Klassen ihre »eigenen« Komplimente im Kassenraum haben wollten.

Fazit: Diese Aktionen wird es definitiv noch öfter geben!

// Diana Meltzer und Sandra Kleiner, Schulsozialarbeiterinnen, Kontakt für weitere Informationen: sandra.kleiner[a]osap.lernsax.de

Der Artikel stammt aus dem Regionalteil des AWO Kreisverbands Weißeritzkreis der meeting Ausgabe 2_2021.

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