Interkulturelle Öffnung und Diversität: Workshopangebote für ein inklusives Miteinander

Die Integration zugewanderter Menschen ist für die AWO seit vielen Jahren ein verbandliches und zugleich gesellschaftliches Anliegen. So hat sich die AWO auf der Bundeskonferenz im Jahr 2000 als erster Wohlfahrtsverband selbst verpflichtet, all ihre bestehenden und neuen Dienste und Einrichtungen interkulturell zu öffnen sowie ihre Angebote entsprechend des Bedarfes der Einwanderungsgesellschaft zu entwickeln und umzusetzen. Interkulturelle Öffnung heißt für die AWO, Zugewanderten mit unterschiedlichen Ressourcen, Fähigkeiten und Bedürfnissen, unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu allen Angeboten und Diensten zu ermöglichen.

Im Vergleich zu 2013 haben sich die Zahlen der zugewanderten Menschen in Sachsen fast verdoppelt. Besonders die Zahl der Geflüchteten ist, auch im ländlichen Bereich, gestiegen. Nicht selten sind Migrant*innen und Geflüchtete in der Situation Hilfestellungen zu benötigen, besonders in der Schuldner-, Drogen- und Erwerbstätigkeitsberatung. Auf diese Vielfalt neuer kultureller und sprachlicher Herausforderungen sind viele Beratungsstellen noch gar nicht vorbereitet. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir Ihnen Hilfestellungen und Methoden beibringen, um sicher im Umgang mit all Ihren Klient*innen zu werden.

Illustration von zwei Frauen, die sich an den Händen halten

Zusammen entwickeln wir vor Ort Strategien und Methoden, um benachteiligenden Strukturen und Handlungsmustern vorzubeugen. Kulturelle Vielfalt soll mit Offenheit und Empathie gelebt
und allen neuen Mitbürger*innen gleiche Teilhabe- und Entwicklungschancen ermöglicht werden.
Zu diesem Thema möchten wir Sie gerne informieren, Ihre interkulturelle Kompetenz stärken und Ihnen grundlegende Kenntnisse für interkulturelle Öffnung vermitteln.

IKÖ/Diversitätsmanagement will diese unbewusste Ungleichbehandlung aufzeigen und gezielte Strategien entwickeln, einen geöffneten Zugang und Umgang für alle zu ermöglichen.

Inhouse-Angebote für Einrichtungsleitungen und Fachkräfte in Beratungseinrichtungen

Zielgruppe:

  • Für alle Einrichtungsleitungen und sozialpädagogische Fachkräfte sowie eine Patenschaft Ausübende und Ehrenamtliche, die im interkulturellen Miteinander sicher und professionell agieren wollen und im Prozess interkultureller Öffnung Begleitung benötigen.

Möglicher Umfang:

  • Tagesworkshop
  • Halbtagesworkshop
  • zwei- bis vierstündiger Workshop
  • mehrere Workshops über einen längeren Zeitraum

Inhalt:

  • Vermittlung grundlegender Kenntnisse für die interkulturelle Öffnung
  • interkulturelle Kommunikation
  • Auseinandersetzung mit dem Thema Kultur
  • Erkennen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten
  • Übungen zu Selbsterfahrung
  • Arbeitsperspektiven und Handlungsansätze für den Arbeitsalltag
  • fachliche Informationen / Inputs

Workshopangebote für Externe

Sie arbeiten bereits mit Menschen mit Fluchterfahrung? Sie wollen, dass Ihre Einrichtung für dieses Thema gut aufgestellt ist? Sie planen zukünftig mit Kolleg*innen dieses Thema zu bearbeiten? Wir kommen zu Ihnen und stellen Ihnen unser Anliegen vor. Unser Angebot besteht aus Workshops, Präsentationen und Schulungen.

Workshop 1
Diskriminierung und Alltagsrassismus. Wahrnehmen – Erkennen – Handeln

Dieser Workshop richtet sich an alle, die das Phänomen des Alltagsrassismus erkennen, verstehen und dementsprechend handeln möchten. Neben der Einführung in die Begriffllichkeiten und Wirkungsweisen von Diskriminierung werden auch konkrete Handreichungen für den Arbeitsalltag gegeben.

  • Diskriminierungsmodell
  • Alltägliche Handlungsstrategien gegen Alltagsrassismus
  • Selbstreflexion des eigenen Sprachgebrauchs
  • Eigene Vorurteile erkennen, verstehen und reflektieren
  • Erfahrungen im Arbeitsalltag
  • Grundlagen interkultureller Kompetenzen

Workshop 2
Selbstreflexion im Kontext von Interkulturalität und Diversity

Dieser Selbstreflexionsworkshop richtet sich an alle Einrichtungsstellen und deren Mitarbeiterschaft, die ihre eigenen Handlungs- und Denkweisen hinterfragen und etwaige Vorurteile abbauen wollen. Hierbei wird der Kulturbegriff im Kontext von Diversity aufgebrochen und detailliert besprochen.

  • Self Assessment
  • Was ist Kultur und speziell deutsche Kultur?
  • Eigene Vorurteile erkennen, verstehen und refl ektieren
  • Grundlagen interkultureller Kompetenzen

Workshop 3
Erfolgreich Netzwerken
Basis für strukturierte Hilfe in der Integrationsarbeit

Der Workshop richtet sich an interessierte Einrichtungen und Teams, die neue Netzwerke aufbauen oder bereits bestehende weiterentwickeln wollen. Der Referent berichtet von seinen umfangreichen praktischen Erfahrungen mit unterschiedlichem Organisationsbezug und bietet daher einen fundierten Einstieg in das Thema mit Praxisbezug an:

  • Erwartungen und Anforderungen
  • Analyse und Planung
  • Zielgruppe und Zielstellung
  • Aufbau und Pflege
  • Besonderheiten im Feld Integration
  • Erfahrungen und Praxis

Workshop 4
Interkulturelle Öffnung konkret – erste Schritte

Dieser Workshop gibt Ihnen fundierte Grundlagen zum Prozess und der Handhabe von interkultureller Öffnung in Ihrer Einrichtung. Neben den drei Pfeiler der interkulturellen Öffnung werden auch die ersten Handlungsschritte erklärt.

  • Wozu dient Interkulturelle Öffnung?
  • Interkulturelle Öffnung auf Personal-, Organisationsund Kommunikationsebene
  • Chancen und Barrieren
  • Praxisbeispiele

Förderung:

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