Fehlende Willkommenskultur bedroht Entwicklung und Wohlstand in Sachsen

„Eine mangelhafte Willkommenskultur und latenter Rassismus erschweren die Bleibeperspektiven ausländischer Arbeitskräfte", so Margit Weihnert, Vorsitzende des AWO Landesverband Sachsen

Die Bundesagentur für Arbeit hat die sächsischen Zahlen veröffentlicht. In den nächsten 10 Jahren gehen mehr Arbeitnehmer*innen in Rente, als dass junge Menschen diese Lücken schließen können. Bis Ende 2022 beträgt das Saldo bereits 30.000 fehlende Fachkräfte. Bis zum Jahr 2030 steigt es auf 200.000 fehlende Arbeitskräfte.

Die Wirtschaftsverbände, Kammern und Wohlfahrtsverbände stehen vor der Herausforderung, ihre Angebote und wirtschaftlichen Strukturen abzusichern. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte ist existenziell und daher auch Ziel der sächsischen Staatsregierung.

„Eine mangelhafte Willkommenskultur und latenter Rassismus erschweren die Bleibeperspektiven ausländischer Arbeitskräfte sowie deren Familienangehörigen“, so Margit Weihnert, Vorsitzende des AWO Landesverband Sachsen

Margit Weihnert verweist noch auf die Notwendigkeit interkultureller Öffnungsprozesse in Kommunen, in Verwaltungen, in klein- und mittelständigen Unternehmen sowie in sozialen Einrichtungen: “Wir stehen als Partner zur Verfügung.“ Mit Sorge betrachtet sie die neuesten Zahlen des sächsischen Verfassungsschutzes. Laut Dirk-Martin Christian, Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), wuchs die rechtsextreme Szene in Sachsen 2020 auf 4800 Personen an. 2019 waren es bereits 3400 gewesen.

Hier können Sie den Verfassungsschutzbericht 2020 als PDF downloaden. 

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