Brief an alle Mitarbeitenden der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen

In einem Brief richtet der Vorstand unseres AWO Landesverbands einen eindringlichen Appell an die Mitarbeitenden, sich impfen zu lassen

Anfang des Briefbogens an die Mitarbeitenden

Bitte lassen Sie sich impfen!

Liebe AWO-Mitarbeiter*innen,

die Zahlen der mit dem Coronavirus in Sachsen Infizierten sind in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen und haben die Regierung im Freistaat zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Niemanden kann es gefallen, dass ein Teil der Bevölkerung von Kultur- und Freizeitaktivitäten ausgeschlossen werden muss, um die Zahlen der Neuinfektionen einzudämmen. Doch solange die Impfquote nicht merklich nach oben geht, sind Alltags- und Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften zurzeit eine der wenigen Maßnahmen, das Virus wirksam zu bekämpfen. Denn auch wenn Impfdurchbrüche vorkommen, so bleibt der Fakt, dass die Inzidenz von Ungeimpften mehr als das Zehnfache der Inzidenz von Ungeimpften beträgt. Zudem mildert die Impfung für eine große Mehrheit der Infizierten den Krankheitsverlauf nachweislich ab, was die Situation in den Krankenhäusern entlastet.

Die deutlich geringere Ansteckungsrate und ein milderer Krankheitsverlauf sind zwei starke Argumente für das Impfen. Das wichtigste Argument ist jedoch: Nur wenn wir eine hohe Impfquote von mindestens 80 Prozent erreichen, werden wir das Virus dauerhaft und wirkungsvoll eindämmen können und somit die Chance bekommen, zur Normalität zurückzukehren. Einer Normalität mit Kulturveranstaltungen, Sportevents und Restaurantbesuchen für alle und dies auch wieder ohne Maske und Abstand. Einer Normalität ohne die ständige Angst, das Schulen und Kindergärten wieder schließen und/oder unsere Kinder und Enkel sich mit dem Virus anstecken. Einer Normalität ohne die Existenzangst vieler, durch die Coronamaßnahmen nicht wirtschaftlich arbeiten zu können.

Wir alle haben es in der Hand. Viele von Ihnen haben sich impfen lassen und damit einen ganz wichtigen Teil dazu beigetragen, dass das Virus nicht noch einmal mit voller Wucht zuschlagen und ein erneuter Lockdown bisher verhindert werden konnte. Dafür möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bedanken. Wenn Sie bisher noch mit Ihrer Impfung gezögert haben, möchten wir Sie an dieser Stelle inständig bitten, Ihre Entscheidung zu überdenken – für Ihre eigene Gesundheit, die Ihrer Familienangehörigen und zum Wohle aller. Unsere Werte Solidarität und Freiheit liegen in diesem Fall ganz nah bei einander.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und kommen Sie und Ihre Familien gesund durch den Winter!

Ihr*e

Margit Weihnert                                 Simone Lang                                      Jens Krauße
AWO Landesvorsitzende                  Stellv.  Landesvorsitzende               Stellv. Landesvorsitzender

Anm.: Der Brief stammt in seiner Endfassung vom 10. November 2021. Seitdem hat sich die Lage noch einmal immens verschärft. Es zeichnet sich ab, dass  die Solidarität und der Einsatz der Mehrheit nicht reichen werden, um einen neuerlichen, harten Lockdown zu verhindern. 

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